Photovoltaik - Begriffslexikon Diese Seite ausdrucken
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Aufdachmontage
Bei dieser Montageart werden mittels Dachhaken Aluminiumprofile oberhalb der Dacheindeckung montiert und darauf die Solarmodule befestigt.
Bundesverband Solarwirtschaft (BSW)
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) ist einen Interessengemeinschaft von rund 600 deutschen Solarunternehmen aus den Bereichen Produktion und Bewirtschaftung. Der Verband unterstützt seine Mitglieder bei Rechtsfragen, initiiert Förderprogramme und sichert die politischen Rahmenbedingungen ab.
CO2
Chemische Abkürzung für Kohlenstoffdioxid. Schadstoff, welcher bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht. Mit einer Solarstromanlage wird schon innerhalb weniger Jahre mehr CO2 eingespart, wie für die Produktion von Photovoltaikmodulen benötigt wird.
EEG
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz regelt die Einspeisevergütung regenerativer Energiequellen wie z.B. Windkraft, Biomasse, Wasserkraft und eben auch Photovoltaik.
EEWärmeG
Das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz legt fest, dass spätestens im Jahr 2020 14 Prozent der Wärme in Deutschland aus Erneuerbaren Energien stammen muss.
Einspeisevergütung
Der örtliche Stromversorger ist verpflichtet, regenerativ erzeugten Strom bis zu einer Maximalleistung von 30 kWp abzunehmen und nach dem aktuellen Satz zu vergüten. Der Vergütungssatz wird für 20 Jahre plus dem restlichen Montagejahr festgelegt und beträgt für 2008 aufdachmontierte Solarstromanlagen Einspeisevergütung € 0,4675/kW bei der Montage auf Schräg- und Flachdächern.
Energiedach
Besondere Montageart, bei der rahmenlose Module in ein Profilsystem eingelegt werden. Die so entstandene Fläche ersetzt die Standard-Dacheindeckung. Besonders geeignet ist dieses System für Neubauten oder Dachsanierungen.
Flachdachmontage
Montageart für Solarstrommodule, bei der die Module mittels Winkel- oder Teleskopkonstruktionen auf Flachdächern installiert werden. Um den Modulen die Segelwirkung zu entziehen wird inzwischen von Herstellern eine Windschottabdeckung mit angeboten.
Inselanlage
Die erzeugte Energie wird in Batterien zwischengespeichert und danach verbraucht. Diese Anlagen sind nicht an ein Stromnetz angeschlossen und werden somit auch nicht extern Einspeisevergütet.
kVA
KiloVolt Amper. Gleichbedeutend mit Kilowatt.
kWh
Abkürzung für Kilowattstunde. Eine kWh entspricht 1000 Watt Leistung über den Zeitraum von einer Stunde.
kWp
KiloWatt peak (peak = engl. Spitze). Das “p” zeigt aber nicht die Spitzenleistung sondern die Nennleistungen nach Standard-Testbedingungen (STC).
Modul
Bezeichnung für eine elektrisch anschlussfähige Einheit aus mehreren Solarzellen, mit Witterungsschutz (Glas), Einbettung und Rahmung.
Monokristallin
Silizium, welches als Einkristall gezogen wurde. Die Kristallstruktur im Inneren ist absolut homogen, was durch die gleichmäßige Außenfärbung erkennbar ist. Monokristalinzellen sind gegenüber Polykristallinzellen theoretisch leistungsfähiger, jedoch in der Praxis immer nur bei gleichem Entwicklungsstand als Leistungsfähiger betrachtbar. Eher betrachtungswürdig ist hierbei das Design: Monokristalinzellen sind blau, Polykristallinzellen schwarz.
MW
Abkürzung für MegaWatt. 1MW sind 1000 kW oder 1.000.000 Watt.
Nachgeführte Anlage
Siehe Tracker
Nanotechnologie
Statt mit Silizium zu arbeiten werden hier in der Photovoltaiktechnik mittels Nanotechnologie Kunststoffe auf Folie aufgebracht und damit die Produktionskosten für PV-Module teils erheblich gesenkt. Die Haltbarkeit (Wissensstand 03/2008) ist z .Z. noch deutlich zu gering für Aufdachmontierte Anlagen und daher eher in anderen Bereichen zu finden.
Pacht, Pachtzinsen
Ähnlich der Vermietung die Mieteinnahmen entstehen aus der Verpachtung Pachtzinsen. Die Pacht geht von kommerzieller Nutzung aus (z.B. Dachflächenanmietung zur PV-Ernte).
Photovoltaik
Ein physikalischer Effekt lässt eine Spannung in einer aus zwei elektrischen Polen bestehenden Halbleiterplatte entstehen, angeschlossen an einen Verbraucher fließt ein Strom. Photo (griech.) = photos: das Licht, Volt = Einheit für die elektrische Spannung.
Polykristallin
Kristallstruktur von Silizium, in der mehrere Kristalle im Guß erstarren. Erkennbar sind polykristalline Zellen durch die sichtbaren Korngrenzen, es entsteht ein “Metal-Flake-Effekt”.
Silizium
Der Rohstoff Silizium wird für die Herstellung von Solarzellen verwendet. Silizium ist das zweithäufigste Element der Erdkruste.
STC (Standard Test Conditions)
Die Standard-Testbedingungen sind die Bedingungen, bei der die Strom- und Spannungskennwerte eines Moduls /einer Zelle gemessen und auf dem Modul-Datenblatt angegeben werden. STC = 1000W/m², 25°C Zelltemperatur, Sonnenspektrum AM = 1,5.
Tracker Montagesystem
Die Solarmodule werden auf mechanisch beweglichem Modulfeld der Sonne nachführt, um einen Mehrertrag zu erwirtschaften. Einachsige Systeme drehen von Ost nach West, zweiachsige Systeme berücksichtigen auch die Elevation (Sonnenhöhenwinkel).
Wafer
Gesägte Siliziumscheibe, quasi der Rohling für die Erstellung von Solarzellen auf Siliziumbasis.
Wechselrichter
Baugruppe, welche die von PV-Modulen gelieferte Gleichspannung in 220Volt mit 50Hz Wechselspannung umformt.
Wertschöpfungskette, solare
Die solare Wertschöpfungskette bezeichnet die Arbeitsstufen vom Sand / Rohsilizium bis zum fertigen Solarstrommodul.
Wirkungsgrad Modul/Zelle
Der Wirkungsgrad eines Moduls/einer Zelle ist definiert als Leistung pro Fläche. Der Wirkungsgrad sagt aber nichts aus über die Erträge eines Moduls/einer Zelle aus.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeit einer Solarstromanlage berechnet sich aus den Kosten der Anlage und den Einspeisevergütungen. Bei einer Dachneigung von 30° und Südausrichtung hat sich eine PV-Anlage durchschnittlich in 12-14 Jahren amortisiert.
Zelle
Eine Solarzelle ist das Grundelement für die Erstellung von Solarmodulen, Zellen werden aus sog. “Wafern” hergestellt.
